• Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
Heilpraxis - Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Ganzheitliche Medizin
  • Heilpflanzen
  • News
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
Heilpraxisnet.de - Portal für Naturheilverfahren und Naturheilkunde
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen

Ingwer gegen Regelschmerzen: Neue Studie findet Linderung durch Extrakt

Sebastian Bertram
Verfasst von Sebastian Bertram
19. Oktober 2026
in News
Teile den Artikel

Regelschmerzen können jeden Monat den Alltag ausbremsen, die Konzentration beeinträchtigen und Termine unmöglich machen. Eine neue klinische Studie liefert Hinweise darauf, dass ein standardisierter Ingwerextrakt Beschwerden lindern kann.

Das Ergebnis ist für die Forschung zu pflanzlichen Behandlungen interessant, rechtfertigt aber noch keine pauschale Empfehlung für Ingwertee oder beliebige Kapseln. Ebenso wenig beantwortet es die Frage, ob ein solcher Extrakt bei Schmerzen durch Endometriose hilft.

Was bei Regelschmerzen im Körper geschieht

Während der Menstruation zieht sich die Gebärmutter zusammen, um Schleimhaut abzugeben. Körpereigene Botenstoffe, sogenannte Prostaglandine, können diese Vorgänge verstärken und zu schmerzhaften Krämpfen beitragen.

Bei einer primären Dysmenorrhö besteht keine zugrunde liegende Erkrankung des Beckens, die die Schmerzen erklärt. Davon zu unterscheiden sind Beschwerden infolge einer Erkrankung, beispielsweise einer Endometriose oder von Myomen.

Für Betroffene ist diese Unterscheidung wichtiger als die Wahl zwischen Tee und Kapsel. Welche Beschwerden bei Regelschmerzen und Menstruationsbeschwerden auftreten können, erläutert ein eigener Überblick.

Wie der Ingwerextrakt geprüft wurde

Die am 21. August 2026 in Cureus veröffentlichte Untersuchung verglich einen standardisierten Ingwerextrakt mit Placebo über 90 Tage. Die Zuteilung erfolgte zufällig, und weder die Teilnehmerinnen noch das betreuende Studienteam kannten die jeweilige Behandlung.

In der berichteten Auswertung standen 49 Frauen mit Ingwerextrakt 47 Frauen unter Placebo gegenüber. Erfasst wurden insbesondere Schmerzintensität und die Schwere der Menstruationsbeschwerden; die Teilnehmerinnen hatten eine primäre Dysmenorrhö.

Der Extrakt schnitt gegenüber Placebo bei Schmerzen und weiteren Beschwerden günstiger ab. Die Einnahme erfolgte zweimal täglich, untersucht wurde also ein festgelegtes Präparat über mehrere Zyklen.

Was die Prozentangaben der Studie aussagen

Die Autoren berichten im dritten Zyklus eine Abnahme der Schmerzwerte um etwa 31 bis 33 Prozent gegenüber dem Ausgangswert. Dieser Wert beschreibt die Veränderung innerhalb der Ingwergruppe und darf nicht als ebenso großer Zusatznutzen gegenüber Placebo ausgegeben werden.

Ein solcher Unterschied ist für die Berichterstattung entscheidend: Auch ohne spezifische Wirkung eines Präparats können sich Beschwerden im Verlauf verändern. Wie viel ein Mittel zusätzlich bewirkt, muss deshalb am Unterschied zwischen den Behandlungsgruppen beurteilt werden.

Die Arbeit wurde von India Glycols finanziert, mehrere Autoren sind mit dem Hersteller verbunden. Das entwertet die Ergebnisse nicht automatisch, macht unabhängige Wiederholungen aber besonders wichtig.

Warum auch frühere Untersuchungen Interesse geweckt haben

Die neue Arbeit trifft auf ein Forschungsgebiet, das bereits seit längerer Zeit untersucht wird. Das amerikanische National Center for Complementary and Integrative Health sieht Hinweise darauf, dass Ingwer-Nahrungsergänzungen die Stärke von Menstruationskrämpfen verringern können.

Die Behörde weist zugleich darauf hin, dass die Qualität klinischer Ingwerstudien unterschiedlich ist. Ergebnisse zu einem Beschwerdebild dürfen zudem nicht auf sämtliche anderen Anwendungen der Pflanze übertragen werden.

Bereits früher hat Heilpraxis über Untersuchungen zu Ingwer bei Regelschmerzen berichtet. Die aktuelle Studie erweitert diese Diskussion, ersetzt aber nicht die Bewertung des gesamten Forschungsstands.

Ingwertee und Extrakt lassen sich nicht gleichsetzen

Für gesundheitliche Anwendungen wird der unterirdische Spross von Zingiber officinale verwendet, der im Alltag meist als Ingwerwurzel bezeichnet wird. Je nach Verarbeitung entstehen Pulver, wässrige Zubereitungen oder konzentrierte Auszüge mit unterschiedlicher Zusammensetzung.

Beim selbst zubereiteten Tee hängen die aufgenommenen Mengen unter anderem vom verwendeten Material und der Zubereitung ab. Ein standardisierter Extrakt wird dagegen so hergestellt, dass bestimmte Merkmale seiner Zusammensetzung möglichst gleichbleibend sind.

Deshalb kann eine positive Untersuchung zu Kapseln keinen festen Therapieeffekt für eine Tasse Tee belegen. Umgekehrt muss eine angenehme und wohltuende Getränkeroutine nicht zu einer nachgewiesenen medizinischen Behandlung erklärt werden.

Welche Behandlungen bereits zur Verfügung stehen

Entzündungshemmende Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Naproxen können Regelschmerzen lindern, weil sie die Bildung beziehungsweise Wirkung von Prostaglandinen verringern. Ob sie geeignet sind, hängt unter anderem von Vorerkrankungen, Verträglichkeit und weiteren Arzneimitteln ab.

Je nach Situation kommen auch hormonelle Behandlungen infrage. Welche Möglichkeit passt, sollte die individuellen Wünsche berücksichtigen, einschließlich eines möglichen Kinderwunschs.

Wärme und körperliche Aktivität können manchen Betroffenen zusätzlich helfen, mit den Beschwerden umzugehen. Sie können Teil einer individuellen Behandlung sein, ohne dass eine Frau starke Schmerzen allein mit Hausmitteln aushalten muss.

Wann eine weitere Abklärung wichtiger ist

Besonders starke, neu auftretende oder zunehmend belastende Schmerzen sollten gynäkologisch besprochen werden. Das gilt auch, wenn Beschwerden außerhalb der Periode hinzukommen oder die bisherige Behandlung nicht ausreichend hilft.

Eine Endometriose kann erhebliche Schmerzen verursachen und erfordert eine andere Beurteilung als die in der Ingwerstudie untersuchte primäre Dysmenorrhö. Aus einem positiven Studienergebnis für die eine Gruppe lässt sich keine belegte Behandlung der anderen ableiten.

Hilfreich kann ein Zyklus- und Schmerztagebuch sein, in dem Beschwerden, Blutungsstärke, Einschränkungen und eingenommene Mittel festgehalten werden. Dadurch wird im Gespräch besser erkennbar, was belastet und welche Maßnahmen bislang geholfen haben.

Auch ein pflanzliches Präparat braucht eine Verträglichkeitsprüfung

Ingwer kann nach Angaben des NCCIH unter anderem Sodbrennen, Bauchbeschwerden und Durchfall verursachen. Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte vor einer ergänzenden Anwendung geklärt werden, ob das ausgewählte Produkt dazu passt.

Ein überschaubarer Studienzeitraum kann zudem seltene oder erst später auftretende Probleme nicht zuverlässig erfassen. Gute Verträglichkeit in einer einzelnen Untersuchung ist deshalb keine Garantie für jeden Menschen und jede Einnahmedauer.

Was sich aus dem Befund für den Alltag ergibt

Ingwerextrakt bleibt ein möglicher ergänzender Forschungsansatz gegen Regelschmerzen. Für eine Entscheidung im Alltag zählen ein passendes Beschwerdebild, nachvollziehbare Produktangaben und die Frage, ob eine spürbare zusätzliche Entlastung erreicht wird.

Die Aussicht auf eine pflanzliche Hilfe sollte vor allem eines nicht verdecken: Belastende Menstruationsschmerzen verdienen eine wirksame Behandlung. Ob diese mit Medikamenten, unterstützenden Maßnahmen oder einer Kombination gelingt, sollte an den Bedürfnissen der Betroffenen ausgerichtet werden.

Quellen

Kumar Babu und weitere Forschende: Placebokontrollierte Studie zu Ingwerextrakt bei primären Regelschmerzen, Cureus, 21. August 2026. Einordnung der Pflanze und ihrer Sicherheit: NCCIH zu Ingwer.

Medizinische Grundlagen: ACOG zu schmerzhaften Monatsblutungen, IQWiG zu Regelschmerzen und IQWiG zu Endometriose. Recherchestand: 19. Oktober 2026.

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Sebastian Bertram

Sebastian Bertram

Sebastian Bertram ist Geschäftsführer von Heilpraxisnet. Er arbeitete über zehn Jahre als Sozialarbeiter im stationären Bereich der therapeutischen Jugendhilfe in leitender Funktion. Seine Themenschwerpunkte sind Psychologie, therapeutisches Arbeiten und Sozialpädagogik.

Nächster Artikel
Kurkumapulver und frische Kurkumawurzel

Fettleber: Kurkuma-Inhaltsstoff Curcumin wirkt

Jetzt News lesen

Wenn Kinder häufig Bauchschmerzen haben kann die Schule Schuld sein

19. Oktober 2026

Kleines Habichtskraut: So wirkt die Heilpflanze und so gelingt die richtige Teezubereitung

19. Oktober 2026

Gesunde Heilpflanze Brennnessel und wie leckere Brennnesselchips gelingen

18. Oktober 2026

Welche Smartwatch misst den Kalorienverbrauch am besten? Was Studien jetzt zeigen

18. Oktober 2026

21 Kilo weniger durch Abnehmen mit dem Sattmacher-Eintopf

18. Oktober 2026

Osteoporose im Rentenalter: Was die Knochen schützt und welche Behandlung hilft

18. Oktober 2026

Heilpraxis

Das Fachportal für Naturheilkunde und Gesundheit

  • Werben Sie hier
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Wir über uns
  • Rezepte
  • Consent anpassen
Kein Ergebnis
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Symptome
  • Krankheiten
  • Hausmittel
  • Naturheilkunde
  • Heilpflanzen
  • Ganzheitliche Medizin
  • News
  • Kontakt
  • Therapeuten
  • Themen
  • Fachliche Aufsicht
  • Rezepte

© 2022 Heilpraxisnet.de GbR