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Meistens unerkannt: Schilddrüsenentzündung nach der Geburt

Redaktion Heilpraxis.de
Verfasst von Redaktion Heilpraxis.de
6. Juli 2016
in News
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Fast jede zwölfte Mutter entwickelt nach der Entbindung eine Schilddrüsenentzündung. Grund ist die hormonelle Stresssituation, der die mütterliche Schilddrüse während der Schwangerschaft ausgesetzt ist. Häufig wird die Entzündung verkannt.

Die Erkrankung äußert sich durch Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Nervosität und depressive Verstimmung. Prof. Dr. med. Matthias Schmidt vom Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e. V (BDN) erklärt: „Das wird oft schnell abgetan und als Baby-Blues fehlinterpretiert“. Eine Postpartum-Thyreoiditis entwickelt sich in einem Zeitraum von etwa vier bis 24 Wochen nach der Entbindung. „Die Erkrankung macht keine Schmerzen, weshalb man sie auch ‚stille‘ Schilddrüsenentzündung nennt“, erläutert BDN-Experte Schmidt. Besonders gefährdet sind Frauen, die bei denen schon vor oder während der Schwangerschaft erhöhte Schilddrüsen-Antikörper – sogenannte TPO-Antikörper – festgestellt wurden, Frauen mit einer Neigung zu Hashimoto oder Morbus Basedow und Diabetespatientinnen.

Obwohl die „Wochenbett-Schilddrüsenentzündung“ ein relativ häufiges Phänomen ist, wird sie nicht selten verkannt. „Das liegt daran, dass eine Wochenbettdepression sich oft ganz ähnlich äußert oder die Frauen dem vorschnellen Urteil unterliegen, mit der neuen Belastungssituation nicht zurecht zu kommen“, so Schmidt. Ein Bluttest gibt Aufschluss, ob eine Schilddrüsenentzündung nach der Entbindung vorliegt.

Fast jede zwölfte Mutter entwickelt wenige Wochen nach der Entbindung eine Schilddrüsenentzündung. Grund für die Postpartum-Thyreoiditis, wie der Fachausdruck lautet, ist die hormonelle Stresssituation, der die mütterliche Schilddrüse während der Schwangerschaft ausgesetzt ist. Die Erkrankung äußert sich durch Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Gereiztheit, Nervosität und depressive Verstimmung. „Das wird oft schnell abgetan und als Baby-Blues fehlinterpretiert“, erklärt Professor Dr. med. Matthias Schmidt vom Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e. V (BDN). Ein Bluttest klärt, ob eine Schilddrüsenentzündung nach der Geburt vorliegt.

Eine Postpartum-Thyreoiditis entwickelt sich in einem Zeitraum von etwa vier bis 24 Wochen nach der Entbindung. „Die Erkrankung macht keine Schmerzen, weshalb man sie auch ‚stille‘ Schilddrüsenentzündung nennt“, erläutert BDN-Experte Schmidt, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Köln. Besonders gefährdet sind Frauen, die bei denen schon vor oder während der Schwangerschaft erhöhte Schilddrüsen-Antikörper – sogenannte TPO-Antikörper – festgestellt wurden, Frauen mit einer Neigung zu Hashimoto oder Morbus Basedow und Diabetespatientinnen. „Bei ihnen kann es nach der Schwangerschaft, die ja eine Art Stress-Test für die mütterliche Schilddrüse darstellt, zu einer hormonellen Entgleisung kommen“, führt der Nuklearmediziner aus.

Oft verläuft die Erkrankung in verschiedenen Phasen. Dabei kommt es zunächst zu einer Schilddrüsenüberfunktion mit Zittern, Nervosität, beschleunigtem Herzschlag und verstärktem Schwitzen. „Bei stark ausgeprägten Beschwerden hilft die vorübergehende Einnahme von Betablockern, wenige Wochen sind meist ausreichend“, berichtet Schmidt. Daran schließt sich häufig eine Phase der Schilddrüsenunterfunktion an – in dieser Zeit leiden die jungen Mütter vor allem an Müdigkeit und Antriebsarmut. „Es kann sich aber auch nur entweder Über- oder Unterfunktion einstellen“, so Schmidt. Bei der Hälfte der Frauen normalisiert sich die Erkrankung nach einem Jahr von ganz allein. „Hält die Unterfunktion weiter an, steht mit Levothyroxin ein bewährtes Medikament in Tablettenform zur Behandlung der Schilddrüsenunterfunktion zur Verfügung“, sagt Schmidt.

Obwohl die „Wochenbett-Schilddrüsenentzündung“ ein relativ häufiges Phänomen ist, wird sie nicht selten verkannt. „Das liegt daran, dass eine Wochenbettdepression sich oft ganz ähnlich äußert oder die Frauen dem vorschnellen Urteil unterliegen, mit der neuen Belastungssituation nicht zurecht zu kommen“, so Schmidt. Deshalb rät der BDN-Experte betroffenen Frauen, bei solchen Beschwerden eben auch an eine Postpartum-Thyreoiditis zu denken. „Am besten den behandelnden Gynäkologen, den Hausarzt oder die Hebamme darauf ansprechen“, meint Schmidt. „Ein Bluttest gibt Aufschluss, ob eine Schilddrüsenentzündung nach der Entbindung vorliegt”. (PM)

Autoren- und Quelleninformationen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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