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Ernährung: Diese Diäten sind besonders vorteilhaft für das Herz

Fabian Peters
Verfasst von Fabian Peters
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4. November 2026
in News
Mann guckt in den Kühlschrank.
Welche Ernährungsweise ist für die Herz-Kreislauf-Gesundheit am besten? (Bild: simona/stock.adobe.com)
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Die Ernährung hat weitreichende Auswirkungen auf die Herzgesundheit, wobei manche Diäten mit besonders positiven Effekten auf die Herzfrequenzvariabilität in Zusammenhang stehen. Eine aktuelle Studie zeigt, welche Ernährungsweisen hier die größten Vorteile bieten.

Welchen Einfluss die mediterranen Ernährung, die DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension), die „Dutch Healthy Diet“ (DHD) und die MIND-Diät (Mediterranean-DASH Intervention for Neurodegenerative Delay) auf die Herzfrequenzvariabilität haben, hat ein internationales Forschungsteam untersucht. Die überraschenden Ergebnisse sind in dem Fachmagazin „Scientific Reports“ veröffentlicht.

Ernährung beeinflusst Herz-Kreislauf-Gesundheit

Dass die Ernährung die kardiovaskuläre Gesundheit beeinflusst, ist durch zahlreiche frühere Forschungsarbeiten bereits eindeutig belegt. Dabei können bestimmte Ernährungsweisen und auch einzelne Lebensmittel sowohl positive als auch negative Effekte entfalten.

Beispielweise berichteten Forschenden erst kürzlich in dem „European Heart Journal“, dass eine Ernährung mit einem hohen Anteil an Vollkorn die Herzgesundheit stärkt und in einer anderen Studie wurde zum Beispiel der Verzehr magnesiumreicher Lebensmittel mit einer Wirkung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang gebracht.

Anderseits kam eine Studie aus dem Jahr 2024 zu dem Schluss, dass eine falsche Ernährung für ein Drittel der kardiovaskulären Todesfälle verantwortlich ist und eine weitere Forschungsarbeit aus dem gleichen Jahr zeigt, dass insbesondere hochverarbeitete Lebensmittel das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich erhöhen.

Welche Diät bietet die größten Vorteile?

Für die mediterrane Ernährung, die DASH-Diät, die „Dutch Healthy Diet“ und die MIND-Diät wurden bereits vorteilhafte Effekte auf die Herzgesundheit nachgewiesen und in der neuen Studie stellten sich die Forschenden nun die Frage, welche dieser Diäten in Bezug auf die Herzfrequenzvariabilität die größten Vorteile bietet.

Anhand der Daten von 7.256 Teilnehmenden der „Maastricht-Studie“ überprüften die Fachleute die Zusammenhänge zwischen den vier Ernährungsformen und der Herzfrequenzvariabilität, die als wichtiger Indikator der Herz-Kreislauf-Gesundheit gilt.

Die Einhaltung der Diäten wurde mittels Ernährungsfragebögen erfasst und die Parameter der Herzfrequenzvariabilität wurden über einen Zeitraum von 24 Stunden mit einem 12-Kanal-Langzeit-EKG-System gemessen, erläutern die Forschenden.

Diese Diäten verbessern die Herzfrequenzvariabilität

Die Datenauswertung ergab, dass bei der DASH-Diät und der DHD signifikante Verbesserungen der Herzfrequenzvariabilität auftraten, mit einer höheren Leistung im Bereich der sehr niedrigen Frequenzen, berichtet das Forschungsteam.

Zudem habe sich gezeigt, dass ein Interaktionseffekt mit der Einnahme von Betablockern vorliegt, und die Einhaltung der beiden Diäten war nur bei den Teilnehmenden, die keine Betablocker einnahmen, mit einer höheren Leistung im Bereich der sehr niedrigen Frequenzen verbunden, so die Fachleute weiter.

Insgesamt erscheinen demnach unter den Ernährungsweisen mit potenziellen Vorteile für die Herz-Kreislauf-Gesundheit die „Dutch Healthy Diet“ und die DASH-Diät angesichts ihrer Auswirkungen auf die Herzfrequenzvariabilität als besonders empfehlenswert, auch wenn die Studienergebnisse noch in weiteren Forschungsarbeiten zu überprüfen sind. (fp)

Autoren- und Quelleninformationen

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern und Medizinerinnen geprüft.

Autor:
Fabian Peters
Quellen:
  • Farahnaz Haeri, Simone J. P. M. Eussen, Miranda Schram, Evan Yi-Wen Yu, Seyed Mostafa Seyedhosseini, Mohammadtaghi Sarebanhassanabadi, Sepideh Soltani, Amin Salehi-Abargouei, Maurice P. Zeegers, Anke Wesselius: Healthy diets and heart rate variability in a cross-sectional analysis of over 7000 adults attending the Maastricht study; in; Scientific Reports (veröffentlicht 01.11.2026), nature.com
  • Sina Naghshi, Sevil Kiani, Alireza Ostadrahimi, Ahmad Jayedi, Majid Mobasseri, Sara Arefhosseini, Helda Tutunchi, Dagfinn Aune: Whole-grain consumption and cardiometabolic risk: a meta-analysis of randomized trials; in: European Heart Journal (veröffentlicht 15.09.2026), academic.oup.com
  • Katherine L. Copp, Lyn M. Steffen, So-Yun Yi, Pamela L. Lutsey, Casey M. Rebholz, Mary R. Rooney: Magnesium-Rich Diet Score is Inversely Associated with Incident Cardiovascular Disease: The Atherosclerosis in Communities (ARIC) Study; in: European Journal of Preventive Cardiology (veröffentlicht 03.07.2024), academic.oup.com
  • Theresa Pörschmann, Toni Meier, Stefan Lorkowski: Cardiovascular mortality attributable to dietary risk factors in 54 countries in the WHO European Region from 1990 to 2019: an updated systematic analysis of the Global Burden of Disease Study; in: European Journal of Preventive Cardiology (veröffentlicht 15.04.2024), academic.oup.com
  • Kenny Mendoza, Stephanie A. Smith-Warner, Sinara Laurini Rossato, Neha Khandpur, JoAnn E. Manson, et al.: Ultra-processed foods and cardiovascular disease: analysis of three large US prospective cohorts and a systematic review and meta-analysis of prospective cohort studies; in: The Lancet (veröffentlicht 02.09.2024), thelancet.com

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

Fabian Peters

Fabian Peters

Geschäftsführer/Redaktionelle Leitung Verfechter hoher Qualitätsansprüche bei der Berichtserstattung, Naturliebhaber, schwer zu überzeugender Überzeugungstäter, Networker

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